Häufige Fragen zu RegTech
Was ist der Unterschied zwischen RegTech und GRC-Software?
GRC-Software (Governance, Risk & Compliance) verwaltet vor allem Risiken, Richtlinien und Kontrollen. RegTech setzt früher an — beim Erkennen und Einordnen regulatorischer Anforderungen — und reicht bis zum belegten Nachweis. In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze.
Für welche Unternehmen ist RegTech relevant?
Für jedes Unternehmen, das regulatorische Pflichten nachweisen muss, besonders wenn mehrere Regelwerke zusammenkommen. Typische Beispiele sind Finanzinstitute unter DORA und MaRisk, Einrichtungen im Anwendungsbereich von NIS2 und Unternehmen, die ihre KI-Systeme nach dem EU AI Act einordnen müssen.
Kann KI in der Compliance verlässlich arbeiten?
Ja, wenn sie an Quellen gebunden ist und kontrolliert wird. Entscheidend sind Antworten mit Fundstelle, Guardrails gegen erfundene Zitate, ein lückenloser Audit-Trail und menschliche Freigabe für folgenreiche Entscheidungen. Eine KI, die nicht belegen kann, woher eine Aussage stammt, gehört nicht in einen Prüfpfad.
Ersetzt eine RegTech-Plattform die Compliance-Abteilung?
Nein. Sie nimmt der Compliance-Abteilung Recherche, Zuordnung und Nachweisarbeit ab, damit mehr Zeit für Bewertung und Entscheidung bleibt. Die Verantwortung für Risikobehandlung, Richtlinien und Freigaben bleibt beim Unternehmen.
Was bedeutet „Belegpflicht“ bei Agentic360?
Jede Antwort muss belegen, woher sie stammt: mit Quellenangabe, Agent und Modell. Erfundene Regulatorik-Zitate blockiert ein Guardrail, bevor sie ausgegeben werden, und jeder Schritt lässt sich bis zur Quelle zurückverfolgen.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Das hängt von der Betriebsform ab: als EU-SaaS mit Hosting in Deutschland, in Ihrer eigenen Cloud, im eigenen Rechenzentrum oder vollständig air-gapped. Daten verlassen diese Grenze nur, wenn Ihre Policy es zulässt.