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Was ist RegTech?

RegTech steht für Regulatory Technology: Software, die regulatorische Anforderungen erkennt, einordnet, umsetzbar macht und ihre Erfüllung belegt. Hier erfahren Sie, wie das funktioniert, wo manuelle Compliance an Grenzen stößt und worauf Sie bei der Auswahl einer Plattform achten sollten.

Klarheit, wo sie bisher fehlte.

RegTech, kurz erklärt

RegTech bezeichnet Software, die Unternehmen hilft, regulatorische Pflichten zu erfüllen und dies gegenüber Aufsicht und Prüfern zu belegen. Der Begriff ist im Finanzsektor entstanden, betrifft heute aber jede regulierte Branche — von der Cybersicherheit (NIS2) über die digitale operationale Resilienz (DORA) bis zur künstlichen Intelligenz (EU AI Act).

Im Kern geht es nicht um mehr Dokumente, sondern um belastbare Verbindungen: zwischen einer Vorschrift, der Pflicht, die sich daraus ergibt, der Maßnahme, die sie erfüllt, und dem Nachweis, dass diese Maßnahme wirkt.

Der regulatorische Lebenszyklus

Jede Vorgabe durchläuft vier Schritte — und jede Änderung startet den Kreislauf von vorn.

  1. Erkennen

    Neue und geänderte Anforderungen frühzeitig aus Primärquellen wie EUR-Lex und den Veröffentlichungen der Aufsichtsbehörden erfassen, bevor eine Frist überrascht.

  2. Einordnen

    Klären, ob und wie die Anforderung Ihr Haus betrifft: welches Regelwerk, welcher Geschäftsbereich, welche bestehenden Controls.

  3. Umsetzen

    Pflichten in konkrete Maßnahmen, Zuständigkeiten und Fristen übersetzen — abgeglichen mit einem belegten Soll-Prozess.

  4. Nachweisen

    Belegen, dass die Maßnahmen wirken: mit datierten Nachweisen, Quellenbezug und einem lückenlosen Audit-Trail.

Warum manuelle Compliance an Grenzen stößt

Tabellen, E-Mail-Verteiler und Ordnerstrukturen funktionieren, solange sich wenig ändert. Diese Zeit ist vorbei.

Die Menge der Änderungen

DORA gilt seit dem 17. Januar 2025, das BSIG zur Umsetzung von NIS2 seit dem 6. Dezember 2025, der EU AI Act wird gestaffelt anwendbar und die AMLR gilt ab dem 10. Juli 2027. Hinzu kommen technische Standards, Rundschreiben und Auslegungshinweise.

Verstreute Nachweise

Nachweise liegen in Tickets, Laufwerken, Postfächern und Köpfen. Vor jedem Audit beginnt die Suche von vorn, und niemand kann sicher sagen, ob ein Dokument noch aktuell ist.

Stichtag statt Kontinuität

Wird Compliance nur zum Prüftermin hergestellt, bleiben Lücken zwischen den Audits unentdeckt. Kontinuierliche Evidenzsammlung macht aus der Hektik einen Stichprobentest.

Doppelarbeit bei Überschneidungen

Viele Anforderungen überschneiden sich, etwa die IT-Vorgaben aus BAIT und DORA. Ohne gemeinsame Zuordnung wird dieselbe Pflicht mehrfach bewertet — oder gar nicht.

Worauf Sie bei einer RegTech-Plattform achten sollten

Automatisierung allein schafft kein Vertrauen. Entscheidend ist, ob Sie jedes Ergebnis gegenüber einem Prüfer vertreten können.

Quellen auf Absatzebene

Jede Aussage verweist auf die konkrete Fundstelle im Rechtstext. Antworten ohne Beleg sind für die Compliance wertlos — und riskant.

Lückenloser Audit-Trail

Nachvollziehbar, wer oder welcher Agent wann was auf welcher Grundlage entschieden hat — manipulationssicher und exportierbar.

Datenresidenz und Betriebsform

Eine klare Antwort darauf, wo Ihre Daten liegen: EU-Hosting, eigene Cloud, eigenes Rechenzentrum oder air-gapped.

Menschliche Freigabe

Die Plattform bereitet vor und begründet, folgenreiche Entscheidungen gibt ein Mensch frei. Unsichere Fälle werden eskaliert, nicht geraten.

Rechtstext und Interpretation getrennt

Was im Gesetz steht und was eine Prozessempfehlung ist, bleibt unterscheidbar — offene Punkte wie Entwürfe oder ausstehende Standards sind als solche gekennzeichnet.

Versionierte Policies

Die Regeln, nach denen die Plattform entscheidet, sind als Policy-as-Code versioniert. Jede Entscheidung lässt sich der damals gültigen Version zuordnen.

So geht Agentic360 vor: Belegpflicht statt Blackbox

Agentic360 ist eine RegTech-Plattform mit Belegpflicht. Spezialisierte KI-Agenten arbeiten den regulatorischen Lebenszyklus ab — und jedes Ergebnis muss belegen, woher es stammt.

Jede Ausgabe mit Herkunft

Jede Antwort nennt ihre Quellen – Dokument und, soweit verfügbar, Abschnitt oder Seite und Dokumentversion – und lässt sich mit Agent, Modell und Guardrail-Status als Audit-PDF exportieren. Audit-Pakete tragen ein SHA-256-Manifest je Datei.

Keine Antwort ohne Beleg

Ein Guardrail blockiert erfundene Regulatorik-Zitate, bevor sie die Plattform verlassen. Antworten ohne Beleg werden vermieden, und jeder Schritt lässt sich bis zur Quelle zurückverfolgen.

Regulatorik im Blick

Der Regulation Watcher beobachtet Aufsichtsquellen kontinuierlich und ordnet neue Vorgaben Ihren Frameworks zu.

Belegte Blueprints

Für NIS2, DORA, MaRisk/BAIT und AML stehen dokumentierte Soll-Prozesse bereit, mit denen Sie Ihre Ist-Prozesse abgleichen — jeder Schritt mit Artikel und Quelle.

Ihre Data Plane

Betrieb als EU-SaaS mit Hosting in Deutschland, in Ihrer Private Cloud, On-Premises oder air-gapped — mit Mandantentrennung in jeder Variante.

Der Mensch entscheidet

Workflows lassen sich mit Freigabeschritten versehen, unsichere Fälle werden an Menschen eskaliert. Agentic360 ersetzt weder Ihr ISMS noch Ihre Verantwortung — die Plattform belegt sie.

Agentic360 arbeitet ISO 27001-orientiert, ist selbst jedoch nicht zertifiziert und erteilt keine Zertifizierung.

Häufige Fragen zu RegTech

Was ist der Unterschied zwischen RegTech und GRC-Software?

GRC-Software (Governance, Risk & Compliance) verwaltet vor allem Risiken, Richtlinien und Kontrollen. RegTech setzt früher an — beim Erkennen und Einordnen regulatorischer Anforderungen — und reicht bis zum belegten Nachweis. In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze.

Für welche Unternehmen ist RegTech relevant?

Für jedes Unternehmen, das regulatorische Pflichten nachweisen muss, besonders wenn mehrere Regelwerke zusammenkommen. Typische Beispiele sind Finanzinstitute unter DORA und MaRisk, Einrichtungen im Anwendungsbereich von NIS2 und Unternehmen, die ihre KI-Systeme nach dem EU AI Act einordnen müssen.

Kann KI in der Compliance verlässlich arbeiten?

Ja, wenn sie an Quellen gebunden ist und kontrolliert wird. Entscheidend sind Antworten mit Fundstelle, Guardrails gegen erfundene Zitate, ein lückenloser Audit-Trail und menschliche Freigabe für folgenreiche Entscheidungen. Eine KI, die nicht belegen kann, woher eine Aussage stammt, gehört nicht in einen Prüfpfad.

Ersetzt eine RegTech-Plattform die Compliance-Abteilung?

Nein. Sie nimmt der Compliance-Abteilung Recherche, Zuordnung und Nachweisarbeit ab, damit mehr Zeit für Bewertung und Entscheidung bleibt. Die Verantwortung für Risikobehandlung, Richtlinien und Freigaben bleibt beim Unternehmen.

Was bedeutet „Belegpflicht“ bei Agentic360?

Jede Antwort muss belegen, woher sie stammt: mit Quellenangabe, Agent und Modell. Erfundene Regulatorik-Zitate blockiert ein Guardrail, bevor sie ausgegeben werden, und jeder Schritt lässt sich bis zur Quelle zurückverfolgen.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Das hängt von der Betriebsform ab: als EU-SaaS mit Hosting in Deutschland, in Ihrer eigenen Cloud, im eigenen Rechenzentrum oder vollständig air-gapped. Daten verlassen diese Grenze nur, wenn Ihre Policy es zulässt.

Erleben Sie RegTech mit Belegpflicht in der Praxis.

In 30 Minuten zeigen wir Ihnen, wie aus einer regulatorischen Anforderung ein prüffähiger Nachweis wird — ohne Verkaufsschleife.